Vereinshistorie

Auf den Spuren der Krofdorfer Fassenacht

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En Krofdich sei mer lusdich

Eine überlieferte Erzählung besagt, dass es zu Fastnacht in Krofdorfs Straßen schon immer hoch her ging, Musik gemacht wurde, getanzt und gesungen wurde. Für die Kinder gab es „Zoggerstaah“ – das heutige Bonbon.

Sogar manche Kuh wurde geschmückt, so 1904 geschehen im Hof der Rodheimer Straße 37 in Krofdorf.

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Fastnacht 1904 in Krofdorf Gustav Rosenthal 2. von links mit Ziehharmonika (Repro: Dr. S. Träger)

Und schon im Fastnachts-Kladderadatsch von 1912 wurde über  Krofdorfer und andere Dörfler gespottet.

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Maskenball 1948

1948 Straßenfastnacht trifft Saalfastnacht

Sie kamen aus dem Kreis Falkenau, Heimatvertriebene, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat im heutigen Tschechien verloren hatten und einige Zeit später in Krofdorf-Gleiberg mit wenig Hab und Gut ankamen. In ihrem Gepäck brauchte es so gut wie keinen Platz, es war gut verstaut und jederzeit zur Hand, es war das Kulturgut „Fastnacht“. Im Februar 1948 fand zum ersten Mal ein Maskenball statt, unter originellem Motto, im großen, geschmückten Saal der Gastwirtschaft von August Bender tanzte man und feierte Fastnacht bis in die frühen Morgenstunden. „Da ging’s hoch her“, erinnert sich noch so mancher. Es gab fantasievolle Kostüme, die prämiert wurden. Ja sogar ein Prinzenpaar hielt Einzug und ein Saalpolizist sorgte für die „innere Ordnung“.

1954 die erste Kappensitzung

Wo sonst als bei der „Schneidersche“ (Marie Abel), der lustigen Frankfurterin, die für Alles zu haben war und die von echten Krofdorfern liebevoll als „Mißgebirtche“ bezeichnet wurde, sollte 1954 der erste Kappenabend stattfinden. Ins Leben gerufen wurde er von Franz Till (geb. 1910) in Michelberg, Kreis Falkenau im Egerland. Er war „der Anstifter“, der, der in Krofdorf, seiner neuen Heimat, wieder Fastnacht feiern wollte, wie er es zu Hause immer getan hatte. Mitstreiter waren schnell gefunden, so erzählt man:

„Beim Saalaufbau guckt Egon Kluge durch durch’s Fenster – Till darauf hin – „Egon, was machst Du dann hier ? Gut, dass de kommst – hast du an schwarze Anzug? Gut, dann bist Du heut Abend im Elferrat.“

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Komikergröße Rüspler aus Gießen

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Toni Hämmerle, geb. 1914 in Mainz verlor im zweiten Weltkrieg sein Augenlicht. Aus seiner Feder stammten die Lieder, mit denen  die Karnevalsgrößen aus Mainz Ernst Neger und Margit Sponheimer  bekannt wurden. 1950 zog Toni Hämmerle nach Gießen, wo man seine Gedenkbüste gegenüber dem heutigen Finanzamt bewundern

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1954 erster Elferrat mit Franz Till an der Spitze beim Kappenabend: (ohne Sitzordnung) Franz Till, Georg Krommer, Anton Weinmann, Bürkle, Voss, Geri Kneißl, Egon Kluge, Josef Schiffner, Heini Bayer, Josef Hohma, Rudi Martin

 

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Krofdorfer Elferrat, Erste Teilnahme am Gießener Fastnachtszug 1954, von links: Franz Till, Albert Voss, Egon Kluge, Helmut Habermann, Franz Hopf (Foto: privat Egon Kluge)

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Prinzenpaar 1955 Ilse Habermann und Anton Ernd

1958 erste Fremdensitzung der Turner und Sänger

Der Krofdorfer Gesangverein und der TSV Krofdorf-Gleiberg übernahmen die Regie bei der ersten Fremdensitzung. Alle Akteure kamen aus eigenen Reihen – und so ist es heute noch -Krofdorf mit 3 Veranstaltungen, eine Fastnachtshochburg, wo man hinging

Mitte der 1960er

Zusammenschluss aller Veranstalte, und Organisatoren der Heimatvertriebenen, des Gesangvereins und des TSVs.

An eschter Mäinzer Bub Übernimmt das Zepter!

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Geboren 1929 in Mainz, gelebt für die Fastnacht, ein unglaublicher Sprüche-Reißer, spontan und witzig, so kannte man ihn.
Mit seiner unvergleichlichen Art – ein Sechser im Lotto für die Krofdorfer Fastnacht – zog es ihn 1956 wegen der Liebe nach Krofdorf.

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37 Jahre lang war Maffi Sitzungspräsident in Krofdorf, er hinterlässt großartige Spuren, ist Fundamentbauer der Fassenacht und heute singen wir: „wenn in Krofdich die Knorzel tanze, de Maffi auf der Bühne steht“ …

Der Bazillus breitete sich rasant aus, so dass 1988 ein Fastnachtsverein gegründet wurde, die

Krofdorf-Gleiberger Fastnachtfreunde e.V.

-Gründungsvorstand-

Die Fassenacht der Vereinsgemeinschaft BvD, Gesangverein und TSV Krofdorf-Gleiberg ging in den vergangenen Jahren immer mehr zum TSV Krofdorf-Gleiberg über, da einige der Mitwirkenden aus dessen Reihen kamen. Schließlich übernahm der TSV die Krofdorf-Gleiberger Fassenacht als eigene Sparte und bot so seinen Mitgliedern nicht nur sportliches.
Nach einigen Jahren TSV-Zugehörigkeit, stellte sich die expandierende Sparte „Fassenacht“ die Frage, „worim sei mir dann eigentlich kaan eichene Verein?“

Gefragt, getan. Am 19.01.1988 wurde in der Gaststätte „Zum Guten Freund“, Hauptstraße 13 in Krofdorf-Gleiberg erstmalig ein Vorstand gewählt:

-Gründungsmitglieder-

Abschrift vom Protokoll der Gründungsversammlung vom 19.01.1988 in
der Gaststätte „Zum guten Freund“, Krofdorf-Gleiberg, Hauptstrasse 13

-Vorstände und Kassierer-